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Diese Geschichte haben Lavinia, Caterina und Eva von der Finow Schule in Berlin geschrieben.

Die hässliche Azzurrina

Es war einmal eine hässliche Prinzessin namens Xenia, die sich aber Azzurrina nannte, weil sie die Farbe Hellblau (auf Italienisch: Azzurro) sehr mochte. So war alles, was sie besaß hellblau: das Bett, ihr Briefpapier, ihre Kleider, Schuhe, Schmuck, und auch der Mantel, die Stühle, der Computer und alle anderen Dinge. Sie hoffte, dass blaue Schminke ihr garstiges Gesicht etwas hübscher machen möge, dieses Gesicht voller Sommer-sprossen und Pickel. Sie hatte ihr kastanienbraunes Stoppelhaar mit hell-blauen Strähnchen färben lassen, aber es sah noch schlimmer aus...

Azzurrina wohnte mit ihrer Mutter Arana und ihrem Vater Arospo in einem Schloss aus Eisen und Glas, das auf einem Felsen erbaut worden war und hoch über dem Meer lag und sie verbrachte ihre Tage damit, den Wellen zuzusehen und Lolo, ihrem kleinen Delphin, der schön herumsprang und sie mit freudigen hellen Tönen grüßte: yyyuuuup, juuuuk, jerrrrd.
Azzurrina ging in Portoranocchio zur Schule, und sie tat dies gern, weil sie ein intelligentes Kind war. Sie war wissbegierig und liebte es zu malen und Gesichter zu zeichnen. In der Schule traf sie immer ein hübsches Mädchen namens Brigida, das ihr gar nicht sympathisch war, da sie immer hochnäsig und spöttisch war. Sie machte sich über Azzurrina lustig und nahm sie auf den Arm, sobald sie ihr unter die Augen kam.
Wenn Azzurrina aus der Schule kam, machte sie einen Abstecher zu Lolo. Manchmal sprang sie ins Wasser und spielte mit ihm, doch wenn sie sah, dass noch andere Leute da waren, schwamm sie voll bekleidet, weil ihr doch ihre vielen Sommersprossen so peinlich waren.

Eines schönen Tages wurde Azzurrina von ihrer Mutter zur Schneiderin geschickt. Die Frau war sehr nett zu ihr und schenkte ihr einen hübschen himmelblauen Hut mit einem weißen Band. Gleich nachdem sie aus der Tür der Schneiderin getreten war, setzte Azzurrina sich den Hut auf und fühlte sich gleich viel hübscher als zuvor. Kurz darauf traf sie zufällig auf Brigida und die Zwillinge und versteckte sich noch im gleichen Augenblick hinter einer Scheune, doch die anderen hatte sie schon erblickt und riefen ihr Gemeinheiten hinterher: „Buh buuh die pickelige Azzu-rri-na!“
Azzurrina schämte sich so sehr, dass sie kein einziges Wort herausbrachte ...


Die ganze Geschichte zum Weiterlesen findest Du als Pdf rechts oben.